Der entscheidende Unterschied zwischen DiGA und anderen Gesundheits-Apps liegt in der offiziellen Zulassung und Prüfung durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Während herkömmliche Gesundheits- oder Fitness-Apps keine medizinische Zertifizierung benötigen, müssen digitale Gesundheitsanwendungen strenge Kriterien erfüllen, bevor sie als Medizinprodukte zugelassen werden. Das bedeutet für dich: DiGA sind wissenschaftlich geprüft, ihre Wirksamkeit ist nachgewiesen und sie unterliegen höchsten Sicherheits- und Datenschutzstandards.
Was unterscheidet DiGA von Gesundheits-Apps bei der Zertifizierung?
Im Gegensatz zu gewöhnlichen Gesundheits-Apps sind DiGA als Medizinprodukte klassifiziert und durchlaufen ein umfassendes Prüfverfahren. Das BfArM kontrolliert dabei nicht nur die medizinische Wirksamkeit, sondern auch die Datensicherheit, Benutzerfreundlichkeit und Qualität der App. Jede digitale Gesundheitsanwendung muss durch klinische Studien belegen, dass sie einen positiven Versorgungseffekt hat – also tatsächlich bei der Behandlung oder Überwachung von Krankheiten hilft. Herkömmliche Apps können hingegen ohne diese Nachweise veröffentlicht werden und verfolgen oft primär Wellness- oder Fitness-Ziele statt therapeutische Zwecke.
Kostenübernahme: Der finanzielle Unterschied bei DiGA
Ein weiterer wesentlicher Punkt, der DiGA von Gesundheits-Apps unterscheidet, ist die Kostenübernahme. Während du für normale Gesundheits-Apps selbst zahlen musst, übernimmt deine gesetzliche Krankenkasse die Kosten für DiGA zu 100%. Das ist möglich, weil digitale Gesundheitsanwendungen ins DiGA-Verzeichnis aufgenommen werden und damit verschreibungsfähig sind – sie sind echte “Apps auf Rezept”. Du beantragst deine DiGA entweder per Selbstantrag über Plattformen wie deine-diga.de oder erhältst ein Rezept von deinem Arzt. Für dich entstehen dabei keinerlei Kosten, während du bei anderen Apps monatliche Abo-Gebühren oder Einmalzahlungen leisten musst.
Höchster Datenschutz unterscheidet DiGA von Gesundheits-Apps
Auch beim Datenschutz gibt es gravierende Unterschiede. DiGA müssen die strengen Vorgaben der DSGVO erfüllen und dürfen deine Gesundheitsdaten weder für Werbezwecke nutzen noch an Dritte weitergeben. Die Server müssen in Deutschland oder der EU stehen und alle Daten werden verschlüsselt übertragen. Bei vielen herkömmlichen Gesundheits-Apps ist dagegen oft unklar, was mit deinen Daten passiert – nicht selten werden diese an Werbetreibende verkauft oder in Ländern mit niedrigeren Datenschutzstandards gespeichert. Wenn du eine DiGA nutzt, kannst du sicher sein: Deine sensiblen Gesundheitsinformationen sind bestmöglich geschützt und du behältst jederzeit die Kontrolle über deine Daten.